Die Versicherungsbranche ist nicht gerade bekannt für radikale Digitalisierungsschritte. Meist wird eher geflickt als neu gedacht. Doch jetzt kommt ein Player auf die Bühne, der genau das ändern will: Afori, eine KI-Plattform, die speziell für Versicherungsmakler gebaut wurde – und nicht einfach ein weiterer generischer „AI-Assistent“, der kaum versteht, was ein Vermittler täglich um die Ohren hat.
Afori verspricht eine simple, aber massive Entlastung: weniger Backoffice, mehr Beratung, mehr Umsatz. Klingt wie Marketing? Vielleicht. Aber das erste Produkt macht ernst.
Automatisches Backoffice direkt in Outlook – ohne System-Jonglage
Statt zehn Tools gleichzeitig offen zu haben, setzt Afori genau da an, wo Makler ihren Arbeitstag verbringen: im Outlook-Posteingang.
Das erste verfügbare Produkt ist eine intelligente Sidebar, die eingehende E-Mails analysiert und daraus automatisch:
Vorgänge erkennt
Fristen checkt
Nachrichten strukturiert
To-dos erstellt
Prozesse anstößt
Und das – und das ist der Gamechanger – ohne das Postfach zu verlassen.
Wer jemals versucht hat, mit 150+ ungeordneten Mails pro Tag klarzukommen, weiß: Das ist kein „Nice to have“. Das ist Überlebenshilfe.
Die KI spricht fließend Versicherungsdeutsch

Während andere KI-Tools beim Wort „Beitragsanpassung“ schon ins Stottern geraten, behauptet Afori selbstbewusst:
„Unsere KI spricht Versicherungsdeutsch.“
Was bedeutet das konkret?
Die KI erkennt branchentypische Prozesse (Schaden, Angebot, Vertragsänderung etc.).
Sie versteht regulatorische Kontexte und relevante Fristen.
Sie zerlegt lange Versicherer-Mails, Fax-PDF-Anlagen und Kundenanfragen in klare, strukturierte Aufgaben.
Sie priorisiert automatisch.
Sie liefert Antwortvorschläge, die nicht nach Chatbot klingen, sondern nach Alltag im Vermittlerbetrieb.
Und sie lässt sich mit gängigen Maklerverwaltungsprogrammen verbinden.
Kurz gesagt:
Endlich ein System, das nicht nur KI kann – sondern Versicherung.
Warum diese Plattform genau jetzt kommt
Der Verwaltungsaufwand für Makler steigt seit Jahren – und zwar unbarmherzig. Von neuen Regulatoriken über Dokumentationszwang bis hin zu immer höheren Kundenerwartungen: Die Branche produziert Bürokratie am Fließband.
Afori-Mitgründer Fabian Wesemann (Ex-wefox) bringt es auf den Punkt:
„Der Verwaltungsaufwand wächst weiter. Wir setzen KI genau dort ein, wo sie echten Mehrwert schafft – damit Makler mehr Zeit für Beratung und Wachstum haben.“
Und das ist keine hohle Phrase. Die Gründer haben monatelang mit Maklern im echten Betrieb gearbeitet, bevor sie die ersten Features gebaut haben. Nicht im Elfenbeinturm, sondern in der echten Versicherungsdrecksarbeit des Alltags.
Die Köpfe hinter Afori – und warum das relevant ist
Afori wurde 2025 gegründet von:
Fabian Wesemann (Mitgründer von wefox)
Sergi Banos (ehemals CTO von wefox)
Und unterstützt wird das Ganze von einer Liste, die man eher aus Tech-Konferenzen und Investorenrunden kennt:
Christopher Lohmann (Ex-CEO HDI & Gothaer)
Chris Leifeld (Thinksurance)
Nils Mahlow (Claimsforce)
Mustafa Suleyman (CEO Microsoft AI)
Alex Rinke (Celonis)
Mehdi Ghissassi (ex Google DeepMind)
Diese Namen sind kein Schmuck am Revers – sie zeigen den Anspruch:
Afori will nicht ein weiteres InsurTech-Sideproject sein. Sie wollen die Infrastruktur für Makler neu bauen.
Was bedeutet das für Versicherungsmakler wirklich?
Afori ist kein kompletter MVP-Baukasten und auch kein Versuch, Makler zu ersetzen.
Es ist ein Werkzeug, das dort hilft, wo Makler heute am meisten verbrennen:
30–50 % ihres Tages im Postfach
Suchen, Zuordnen, Klassifizieren
Fristen übersehen
PDFs lesen
MVC hin- und herschalten
Prozesse nicht sauber dokumentieren
Wenn die Plattform hält, was das erste Produkt verspricht, dann könnte Afori der erste echte Schritt sein, Backoffice-Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren, ohne die Beratungsqualität zu opfern.
mklr.io Fazit: Afori ist ein ernstzunehmender Weckruf
Die Branche redet seit Jahren darüber, dass KI „irgendwann mal“ helfen wird.
Afori zeigt: Dieses Irgendwann ist jetzt.
Makler, die weiter an alten Ordnersystemen, manuellen Posteingängen und Copy-Paste-Prozessen festhalten, werden spätestens 2026 das Nachsehen haben. Denn KI wird nicht Makler ersetzen – aber Makler, die KI nutzen, werden Makler ersetzen, die es nicht tun.
Afori könnte genau das Werkzeug sein, das diese Evolution beschleunigt.




















